TANSANIA

Das Land der Vielseitigkeit.  

Nicht viele Länder sind facettenreicher als Tansania. Im Land wo die big five (Elefante, Büffel, Leopard, Nasshorn, Löwe) heimisch sind werden über 100 Sprachen gesprochen. Tansania  stellt mit dem Kilimandscharo den höchsten und mit dem Tanganjikasee den tiefsten Punkt Afrikas. Kaffee wurde ursprünglich gekaut und nicht getrunken. Heute finden wir hier Kaffees mit mittlerem bis schweren Körper und erstaunlichem Aromareichtum.

Tansania & Kaffee

Die Hayas brachten Kaffee ursprünglich ins Land und benutzen diesen für ihre spirituale Rituale. Im späten 19. Jahrhundert übernahmen die Deutschen die Kolonialherrschaft in Tansania und zwangen die Einheimischen zum Kaffeeanbau in der Bukobaregion.

Nachdem ersten Weltkrieg wurde Tansania britische Kolonie. Die Britten starteten daraufhin die Buboka Kaffeekampagne und pflanzten 10 Millionen Setzlinge. Diese standen jedoch im Konflikt mit traditionelle Anbaumethoden der Hayas, was zu deren Widerstand führte. Konsequenterweise blieb die Produktion über zwei Jahrzehnte konstant und der erhoffte Ertrag konnte nicht gesteigert werden. Mit der Unabhängigkeit Tansanias im Jahre 1962 wurde eine sozialistische Regierung gebildet und viele Farmen wurden verstaatlicht. Das Ziel die Kaffeeproduktion zu steigern wurde erneut verfehlt. Als Folge der Inflation, eine sinkenden Wirtschaftskraft und geringem industriellen Wachstum, wurde in den 1980er Jahren auf eine Mehrparteien Demokratie umgestellt.

Heute gehört Tansania zu den 25 grössten Exportländern, dabei ist das Potential des Landes längst nicht ausgeschöpft. Dennoch, 450.000 Kleinbauern machen 90% der jährlichen Ernte aus. Insgesamt sind somit etwa 4.5 Millionen Menschen von der Kaffeeproduktion abhängig, also etwa 11 % der Gesamtbevölkerung.

Übrigens, in Buboka, wo die Kaffeeproduktion in Tansania ihren Ursprung nahm, wird nur ein Bruchteil der jährlichen Kaffeeernte produziert. Ob hier noch der Geist der Hayas treibt?

        

Rückverfolgung

Tansania bietet viele Varietäten an saftigen und komplexen Kaffees, oftmals mit lebendiger säure. Diese lassen sich meist bis zur Waschstation zurückverfolgen. Aufgrund mangelnder Infrastruktur kommen die besseren Kaffees oftmals von den sehr großen Farmen.